Recherche: Verteidigungsdepartement prüfte Palantir-Software fünfmal und lehnte ab
Eine neue Recherche zeigt, dass das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mehrfach den Einsatz von Palantir-Software geprüft und jedes Mal abgelehnt hat, teils wegen Bedenken zur Datensouveränität. Verteidigungsminister Martin Pfister soll dies in seinem Kommissionsbericht ausgelassen haben. Die Grünen fordern nun ein «Palantir-Gesetz».
Das Wichtigste
- Das VBS prüfte den Einsatz von Palantir-Software mehrfach und entschied sich jedes Mal dagegen.
- Ein Grund für die Ablehnung waren Bedenken hinsichtlich der Datensouveränität.
- Verteidigungsminister Martin Pfister berichtete einer Kommission offenbar nicht über diese Prüfungen.
- Die Grünen fordern ein «Palantir-Gesetz».
Warum es zählt
Recherche
Was die Quellen belegen – und was offen bleibt. Jeder Claim ist mit einem wörtlichen Zitat verlinkt.
Das VBS prüfte den Einsatz von Palantir-Software mehrfach und entschied sich jedes Mal dagegen.
Ein Grund für die Ablehnung waren Bedenken zur Datensouveränität.
Verteidigungsminister Martin Pfister hat in seinem Kommissionsbericht möglicherweise relevante Informationen ausgelassen.
Die Grünen fordern ein «Palantir-Gesetz».
Offene Fragen
- Welche konkreten Informationen Martin Pfister in seinem Kommissionsbericht ausgelassen hat und warum.
- Was ein «Palantir-Gesetz» der Grünen inhaltlich vorsehen soll.
- Bei welchen konkreten Vorhaben des VBS Palantir-Software geprüft wurde und wann die Prüfungen stattfanden.
Kontext
Personen, Institutionen und Themen im Beitrag – mit Hintergrund und Quelle. Wo kein externer Hintergrund gefunden wurde, steht das ausdrücklich da.
Martin Pfister
Verteidigungsminister, der laut Quelle in seinem Kommissionsbericht Informationen ausgelassen haben soll.
Martin Pfister ist ein Schweizer Politiker. Er ist seit April 2025 Bundesrat und steht dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport vor.
Wikipedia ↗Palantir
US-Softwareanbieter, dessen möglicher Einsatz beim Bund Gegenstand der Recherche ist.
I Palantíri, chiamati anche Pietre Veggenti e Pietre Vedenti, sono manufatti di Arda, l'universo immaginario fantasy creato dallo scrittore inglese J. R. R. Tolkien. Sono sette gemme sferiche create dagli Elfi in Aman e portate prima a Númenor, ed infine nella Terra di Mezzo da Elendil e da suo…
Wikipedia ↗Die Blickwinkel
So rahmen linke, bürgerliche und rechte Medien dieselbe Story. Die Einordnung stammt aus den verlinkten Artikeln, nicht aus einer redaktionellen Meinung.
Die linke Quelle betont die wiederholten Prüfungen und Ablehnungen sowie die Forderung der Grünen nach einem «Palantir-Gesetz» und hinterfragt, was der Verteidigungsminister der Kommission verschwieg.
«What did Defence Minister Martin Pfister omit in his committee report – and why are the Greens now calling for a “Palantir Law”?»
Keine Quelle aus diesem Lager berichtet.
Keine Quelle aus diesem Lager berichtet.
Einig & strittig
Darüber sind sich die Quellen einig
- Das VBS hat den Einsatz von Palantir-Software mehrfach geprüft und sich dagegen entschieden.
- Datensouveränität war ein Grund für die Ablehnung.
- Die Grünen fordern ein «Palantir-Gesetz».
Darüber streiten sie
- Ob Martin Pfister in seinem Kommissionsbericht relevante Informationen ausgelassen hat, wird von der Quelle als offene Frage dargestellt; eine Bestätigung oder Gegenstellungnahme fehlt.